Gerade eben bin ich über das Tool “Monolingual” gestolpert, welches entweder über dessen Projektseite oder direkt als Downloadlink per SourceForge erhältlich ist. Das Tool macht Werbung damit, unbenutzte Sprachpakete aus OSX zu entfernen. Dies klingt kaum revolutionär, jedoch wollte ich es dennoch testen. Das Programm selbst habe ich nicht installiert sondern aus dem DMG heraus gestartet – sollte es auch wirklich funktionieren, wie oft würde ich das schon durchführen?
Zu Beginn erlebte ich gleich eine Überraschung. Neben zu entfernenden Sprachen waren auch Tastaturlayouts und Architekturen zu entfernen. Besonders bei den Architekturen versprach ich mir viel Einsparungspotential, nachdem vieles, was als Universal Binary geliefert wird, für einen modernen Intel-Mac nur Ballast darstellt.
Aus legte ich los. Für Nachahmer sei als Hinweis an dieser Stelle vorangestellt, dass egal was man auswählt, das Programm nur die Auswahl im aktuellen Reiter entfernt. Sprich: Sprachen, Tastaturlayouts und Architekturen müssen separat entfernt werden. Bei drei Vorgängen sollte dies allerdings keine Hürde für die Usability darstellen. Ich begann also mit den Architekturen.
An der Auswahl gab es nichts auszusetzen, ich ließ das Tool also genau so durchlaufen – mal sehem, was sich ergibt. Und schon legte Monolingual los.

Nach ca. 10 Minuten war der Vorgang beendet und folgende Meldung erschien:
WAS ZUR…. 1.1 GB? Wow! Ich war wirklich von den Socken gerissen. Schließlich musste man dafür auf nichts verzichten, was man wirklich braucht. Auf etwas älteren MacBooks beispielsweise mit 80GB-Festplatten sind 1.1GB eine Welt! Nun, das wäre dann wohl der Reißer des Programms gewesen. Aber ich eigentlich wollte ich ja diese ganzen Sprachen entfernen… Weniger um Speicherplatz zu sparen, als eher um die Umstellung auf nicht lesbares zu Verhindern – sei es durch Pasten von was auch immer oder zum Schutz vor Scherzkeksen. Also zurück zur Sprachauswahl.
Bis auf Englisch und Deutsch war ich auf nichts angwiesen, also runter damit. Monolingual macht an dieser Stelle explizit darauf aufmerksam, dass diese Sprachen ohne eine Neuinstallation von OSX quasi für immer verloren seien. Aber wozu gibt es Repair-Installationen…
Monolingual arbeitete sich allerdings überraschenderweise nicht nur durch die installierten Sprachen von OSX… es fing ganz unten an.
Diese Prozedur dauerte… und dauerte… wirklich ewig. Zwar konnte man nebenbei noch Problemlos arbeiten, die CPU-Last lag bei unter 20%, jedoch schien es schon etwas seltsam, dass das Löschen über 45 Minuten an Zeit beanspruchte. Aber gut, soll das Tool doch arbeiten. Nach Abschluss erwartete ich meine ernüchternde Information, und was kam? Das da:
DREI KOMMA EINS GIGABYTE?! Unglaublich… Ich musste tatsächlich gleich zweimal hinschauen! In diesem Enthusiasmus wählte ich gleich noch überflüssige Tastaturlayouts für die Löschung aus.
Hier hält sich der Nutzen allerdings vage gesagt in Grenzen. Die 54MB an Einsparungen waren mich nach den Hämmern davor nicht mal mehr einen Screenshot wert. Doch kann man dem Gesamtergebnis Glauben schenken, oder wird man vom Tool zu Gunsten des Wow-Effekts schlichtweg nur angelogen? Dies sollte sich leicht durch eine Gegenüberstellung herausstellen lassen.
Und tatsächlich. Insgesamt 4,45GB an Speicheinsparungen nur durch das Entfernen von überflüssigen Paketen! Der Vergleich hinkt, aber auf einem Standard-”white MacBook” der letzten Serie sind dies bei 80GB-HDDs glatte 5,5%!
Bisher läuft mein Mac noch einwandfrei, dieses Tool ist wirklich jedem zu empfehlen. Denn auch wenn Speicherplatz im Übermaß vorhanden ist: Wozu sinnlosen Ballast mit sich herumschleppen?



Wenn man sich die FAQ so durchliest, bekommt man ein mulmiges Gefühl: Probleme mit Office und verschiedenen Adobe Produkten… Mhhh, ich glaube ich trau mich nicht, das Teil anzuwenden bei mir. FAQ: http://monolingual.sourceforge.net/faq.php
Zugegebenermaßen hab ich das etwas optimistischer gelesen
Aber na ja, Office ist bei mir NOCH nicht drauf, und WENN, dann klingt das mit den Checksums äußerst plausibel und die Lösung durchaus legitim. Was Adobe angeht, ich nutz nur Vorschau und den PDF-Creator von OpenOffice. Zudem, wie ich das seh… sollte er kein Problem machen, wenn man das VOR der OpenOffice-Installation durchführt.
Klar, ein gewisses “Restrisiko” bleibt. Aber allein das von dem, der Englisch entfernt hat nur um Englisch (USA) stehen zu lassen… müss ma ja net drüber reden.
Und in jedem Fall sollte ein Repair-Installation möglich sein, sowas hat da CompuStore auch schon mal beim MacBook meiner Freundin gemacht und das war kein Stress. Weiß gar net, ob man das selbst mit ner OSX DVD kann… aber sollte doch möglich sein ^^
Man vergesse nicht Youpi Optimizer, der holt auch noch mal ein paar MB raus. Zwar wahrscheinlich nicht mehr so viel wie Monolingua, aber ich fands eine gute Ergänzung.
Yeah, kule Sache! Na ja, über Monolingual bin ich auch gestolpert, weil ich eigentlich nur _gelesen_ hab, dass man alle sinnlosen Sprachen entfernen könnte. Dass SOVIEL dabei rauskommt, hätte ich mir nicht gedacht ^^. Hoffentlich bereu ich das net in a paar Monaten, dass alles Weg is ^^ Aber nachdem ich Office wenn überhaupt _danach_ installier, hoff ich mal, dass nix kommt
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