Zurück von den Toten…

Jaja, ich war sehr beschäftigt über Weihnachten – und musste auch schon erste Kritik einstecken dafür. Aber ich bin wieder da, vorerst zumindest…

Die MacWorld ist vorbei, was ist geblieben? Viel – aber wenig davon, was erwartet wurde. iPhone Nano, neue MacMinis, ein Update für den MacPro oder iMac? Nichts davon. Aber nun, seht selbst (Quicktime-Link).

Bereits im Vorfeld bzw. um die MacWorld herum macht die Meldung für Aufsehen, Apple hätte das “MacBook Wheel” aus dem Boden gestampft.

Bei näherem Hinsehen fällt allerdings bald auf, dass es sich hier wohl eher um eine Parodie der Apple-Philosophie eines zugegebenermaßen etwas frustierten PC-Users handelt. Doch mal ernsthaft: Wie zeitgemäß ist eine Tastatur noch? Nur, weil wir nichts besseres gefunden haben, heißt das, dass es nichts besseres gibt? Wann können wir mit unseren Computern/Äpfeln sprechen? Wann gehört lästiges Tippen der Vergangenheit an?

Nun, der Mensch scheint wohl nicht all zu sehr an der Tastatur zu hängen. So stellt er sie sich in der Zukunft als rückständig und unergonomisch vor. Was denken die Leser nun zum Tod des Keyboards? Ich bitte um ausgiebiges Feedback!

Zurück zur MacWorld, es ist ja nicht so, als wären gar keine Neuheiten Präsentiert worden. iLife09 und iWork09 stehen nun in den Startlöchern, auf Amazon sind beide schon bestellbar. Auch zusammen mit dem “Mac Box Set”, einem Marketing-Gag für OSX 10.5. Da beide Suites Leopard benötigen, verkauft man es gleich mit dazu und gibt das als super Angebot aus.

Was können die beiden nun?

iLife

  • iPhoto

Richtig mächtig ist die neue Funktion in iPhoto Personen zu taggen. Klingt anfangs nach StudiVZ, aber iPhoto kann natürlich mehr. So erkennt iPhoto Gesichter automatisch – und kann diese nach biometrischen Merkmalen abmessen. Je öfter ein Gesicht getagged wird, umso besser funktioniert die Erkennung. Und nun? Tja, nun kann man iPhoto die ganze Bibliothek durchlaufen lassen und nach Fotos mit der betreffenden Person suche lassen. Ganz schön heftig! Biometrische Scans für zu Hause – jetz muss sich das BKA aus Kostengründen wohl doch mit Macs ausstatten…

iPhoto kennt aber nun auch Orte. Diese können manuell zu Bildern hinzugefügt werden. Klingt langweilig? Ist es auch. Aber für Kameras mit GPS-Modul ist es weitaus interessanter. Denn diese können den gemachten Fotos GPS-Informationen über den Entstehungsort hinzufügen – und diese lassen sich in iPhoto über ein GoogleMaps-Plugin anzeigen. Die wohl verbreiteste Kamera mit GPS-Modul ist übrigens das iPhone, falls das der eine oder andere noch nicht weiß.

Interessierte sollten sich gleich die Videotour zu iPhoto09 ansehen.

  • iMovie

Na ja was soll ich sagen, mit iMovie muss ich mich noch anfreunden… Jedenfalls kann iPhoto nun verwackelte Videos “verbessern”. Ob das ähnlich “genial” wie in iPhoto08 funktioniert, sei dahingestellt.

Die Videotour zu iMovie09 ist trotzdem sehenswert.

iWork

Mangels Erfahrung könnte ich hier wirklich nur Apple-Details widergeben, und diese Propaganda kann man sich dort genausogut einverleiben. Jedoch spiele ich mich noch immer mit dem Gedanken, iWork käuflich zu erwerben. Keynote ist zweifellos die beste Präsentationssoftware am Markt, doch steht das für mich im Moment etwas im Hintergrund. Eigentlicher Sinn und Zweck wäre es, mit Pages eine echte, wissenschaftliche Arbeit zu verfassen. Ich weigere mich nach wie vor, TeX zu lernen – wofür kauf ich mir einen Mac, wenn ich dann CLI-like einen Text schreibe?! Die Diskussion um Word ist obsolet, OOo Writer kann einiges, ist jedoch etwas umständlich in der Benutzung. Man wird sehen, was daraus wird…

Und sonst? Natürlich, endlich wurde das 17″-Unibody-MacBook Pro vorgestellt. Aber wer kann ein 17″-Notebook schon einen Mobilcomputer nennen?! Nun, vielleicht Apple – mit seinen 8 Stunden Akku-Laufzeit. ACHT STUNDEN. Klingt unglaublich? Klingt es wirklich… Doch in der Tat beharrt Apple auf dieser Tatsache. So auch in der Werbung:

Im richtigen Apple-Video dazu, das an die Vorstellung der bisherigen Unibodies erinnert, geht unter anderen Phil Schiller näher darauf ein:

Einzige Krux dabei: Der Akku kann definitiv vom Nutzer NICHT mehr ausgebaut werden. Wer seinen Akku also äußerst stiefmütterlich behandelt, darf 1-2 Jahre nach Kaufdatum nochmals dick drauflegen

2 comments to Zurück von den Toten…

  • DiscoStu

    falsch, den akku beim macbook pro muss man erst nach ca. 3-5 jahren tauschen, da er um die 1000 ladezyklen aushält!
    ein austausch kostet 170 euro glaub ich, is also noch fast im rahmen ;)

  • Andreas

    Naaaa ja… es kommt immer schwer drauf an, wie man seinen Akku behandelt. Es steht auch nirgens geschrieben, dass man den Akku im “alten” MBP nach nur einem Jahr austauschen muss – trotzdem hat er da den Geist bei nem Kumpel aufgegeben. Stiefmütterliche Behandlung halt ;)

    Das Problem: Einen Akku mit DER Kapazität und Laufzeit KANN man nur Stiefmütterlich behandeln, denn den IMMER die 6-8 Stunden leer laufen zu lassen und dann am Stück wieder aufzuladen… wird man wohl kaum immer schaffen ;)

    Von wegen, LiIon-Akkus hätten keinen Memory-Effekt :P

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