GEMA auf Kinderjagd

HOLZEN: Das verspätete “Weihnachtsgeschenk” schlug ein wie die sprichwörtliche Bombe: Eine Zahlungsaufforderung der GEMA, weil auf dem ersten Weihnachtsmarkt der IG Holzen 30 Kinder Weihnachtslieder gesungen haben.

Zu zahlen: 23,01 Euro für die Lieder “Oh Tannenbaum”, “Kling Glöckchen” und “Jingle Bells”. “Das hat gesessen. Unglaublich”, fasst Rudi Gaidosch, IG-Vorsitzender, seine Gefühlslage zusammen. “Die Kinder der Eintracht-Grundschule und des AWO-Kindergartens hatten uns das Angebot gemacht”, erinnert sich Gaidosch an den 18. Dezember: “Ein eiskalter Tag, aber die Kinder haben voller Stolz vor Eltern, Geschwistern und Bekannten gesungen.”

Die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) mag ja formal im Recht sein, “aber so demotiviert man ehrenamtliches Engagement”.
Bei der GEMA versteht wiederum niemand, wo eigentlich das Problem liegt. “Der Veranstalter hat selbst alles bei uns ganz offiziell angemeldet. Uns fehlten nur die Titel. Ein Anruf vorab hätte sicherlich alles ausgeräumt”, so Sprecherin Gaby Schilcher. Die Titel reicht Gadoisch jetzt nach. Dann prüft die GEMA, ob die IG tatsächlich zahlen muss. Die Holzener schütteln darüber nur den Kopf.

[Quelle: FB-Gruppe]

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